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SANA-Geschäftsführung muss Fehler umgehend korrigieren!

„Seit Jahren, Monaten, Wochen und Tagen leisten die Mitarbeiter:innen in den
Krankenhäusern der Sana Kliniken Lübeck GmbH großartige und unverzichtbare Arbeit, und
das für zu geringe Löhne – egal ob Ärzt:innen, Pfleger:innen oder die Servicekräfte. Sie
halten Keime von den Kranken fern, pflegen und kurieren, sie leisten einen Dienst am
Menschen, der gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Jetzt in der Corona-Pandemie
setzen sie sich auch noch einem hohen zusätzlichen Risiko aus und arbeiten bis zum
Anschlag und darüber hinaus.


Die Entscheidung der Geschäftsführung ist daher ein Schlag ins Gesicht für alle
Beschäftigten – die SANA-Geschäftsführung muss ihren Fehler korrigieren“, sagt der
stellvertretende SPD-Fraktionschef Peter Reinhardt.


Erst auf Nachfrage eines SPD-Mitglieds im Aufsichtsrat ließ die Geschäftsführung in Lübeck
die Katze aus dem Sack: „Befehl von der Konzernzentrale in München“, hieß es zur
Begründung. Doch die Lübecker Sozialdemokraten wollen sich damit nicht abspeisen lassen
– die geplante Entlassung von 70 Mitarbeitenden muss zurückgenommen werden: „So sieht
keine Solidarität gegenüber den Mitarbeitenden aus“, begründet Sandra Odendahl,
gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.“ Ein Konzern, der bundesweit 52
Krankenhäuser betreibt und zahlreiche Tochterunternehmen unterhält, entlässt mitten in der
dritten Corona Welle seine Angestellten zur Kostenminimierung, das ist nicht hinzunehmen“,
so Odendahl weiter, “die schon vor der Pandemie geplagten Mitarbeitenden werden
vorgeführt.“


SPD-Vize Reinhardt, der erst kürzlich eine Vergemeinschaftung von Unternehmen mit
einem derart staatlichen Versorgungsauftrag gefordert hatte, wird deutlich: „Solche
Entscheidungen der Konzernleitung zeigen, dass ihnen die Arbeitsbedingungen der
Beschäftigten und das Wohl der Patientinnen völlig egal sind!“


Tim Klüssendorf, Kandidat der SPD Lübeck zur Bundestagswahl, betont darüber hinaus die
Notwendigkeit struktureller Veränderungen in unserem Gesundheitssystem auf
Bundesebene: „Wir wollen die gegenwärtige Renditeorientierung begrenzen und dafür
sorgen, dass Überschüsse verpflichtend in das Gesundheitssystem zurückfließen, um die
Arbeitsbedingungen der Beschäftigten sowie die Versorgung der Kranken bestmöglich, und
einem so reichen Land wie Deutschland endlich angemessen, zu gestalten. Für die
Bewältigung der wichtigen Aufgaben im Rahmen der Versorgung der Bevölkerung wird mehr
Personal und nicht weniger benötigt!“


Ver.di Nord und deren Landesfachbereichsleiter Steffen Kühhirt sieht es ähnlich:
„Die angekündigte Maßnahme der Sana- Kliniken AG zeigt, dass wir gesundheitspolitisch
dringend umsteuern müssen, die Gesundheitsversorgung muss wieder in die öffentliche
Hand. Krankenhäuser zu führen wie Industrie- Konzerne wird dem Versorgungsauftrag und
den Beschäftigten nicht gerecht.“

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